Im September 2009 laden wir
27 junge Leute aus fünf Ländern Europas (Deutschland, Italien, Holland,
Lettland, Slowenien) ein hier nach Berlin zu kommen um gemeinsam mit
uns an einem einzigartigen Projekt teilzunehmen, das Vergangenheit und
Gegenwart in einem neuntägigen Austausch von Kunst und Kultur verwebt.
Das Projekt findet zwischen dem 18. und 26. September statt. Unsere
Basis sind die Räumlichleiten des Theaterhaus Mitte (Neue Wallstraße),
wo wir zusammen schlafen, essen und arbeiten werden. Ausgehend von dem
diesjährigen 20. Jahrestag des Mauerfalls wollen wir zusammen die Bedeutung
von Mauern in einem historischen, politischen und psychologischen sowie
in einem metaphorischen Kontext ergründen. Da wir glauben, dass die
Wahrnehmung von Dingen die Definition der Dinge selbst beeinflussen,
ist Wahrnehmung der Schlüssel unseres Ansatzes das Thema Mauern bearbeiten.
Alle Teilnehmer kommen aus ihren Ländern und Städten mit unterschiedlichen
kulturellen Hintergründen und Ansichten und unterschiedlichen Wahrnehmungen.
Der Austausch dieser Wahrnehmungen, welche das Denken und Handeln von
jedem beeinflussen, wird die Grundlage unserer kreativen Arbeit bilden.
Auf Basis der verschiedenen künstlerischen Interessen – Performance,
Straßentheater, Visualisierung durch Fotografie, Film und Grafik, sowie
Musik – werden die Teilnehmer ihren eigenen Standpunkt zum Thema Mauern
entwickeln und diesen in verschiedenen interdisziplinären künstlerischen
Arbeiten zum Ausdruck bringen. Mit diesem Ansatz wollen wir zeigen,
dass das Überwinden von Mauern auf verschiedenen Wegen möglich ist,
sei es auch nur indem wir über die Grenzen unserer eigenen Fähigkeiten,
Arbeitsweisen und kulturellen Identitäten schreiten. Am Ende des Projektes
steht eine Reihe von Straßentheaterperformances und eine öffentliche
Präsentation unserer Ergebnisse im Rahmen einer Party im Theaterhaus
Mitte.
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